VMFS-Volume vergrößern

In bestehenden Installationen mit VMware vSphere und Datacore SANmelody als Storagevirtualisierung kann es z.B. durch Aufrüstung des Storagesystems dazu kommen, dass man ein virtuelles Volume auf dem ein VMFS-Datastore liegt vergrößern möchte. Nachdem nun die LUN auf dem Storagesystem und das physikalische Volume innerhalb von SANmelody vergrößert wurde geht man wie folgt vor, um die zusätzliche Kapazität zu nutzen:
 
Zunächst wird der entsprechende Datastore in vSphere identifiziert und dafür gesorgt, dass keine virtuellen Maschinen mehr darauf laufen. Also entweder mit Storage vMotion den Datastore räumen, oder die VMs stoppen.
 
 
 
Als nächstes wird nun innerhalb von SANmelody dafür gesorgt, dass das virtuelle Volume nicht mehr präsentiert wird. Das ist notwendig, da nur im unpräsentierten Zustand die Einstellungen eines virtuellen Volumens geändert werden können! Dazu wählt man unter SANmelody "Application Server" und klickt in der Button-Leiste auf das Symbol für die Laufwerkspräsentation (siehe Screenshot):
 
 
 
Nach diesem Klick erscheint das Fenster "Map New Virtual Volume". Entgegen dem Namen des Fensters können wir hier auch Mappings aufheben. Dazu wählen wir im unteren linken Bereich einen Controller (z.B. FC-HBA) nach dem anderen durch, wählen rechts davon das entsprechende Volume aus und klicken auf den grünen Linkspfeil. Damit wird dann das Mapping aufgehoben.
 
 
 
 
Damit diese Änderungen aktiv werden, müss die neue Konfiguration gespeichert werden. Hierzu klickt man auf den entsprechenden Button:
 
 
 
Nach einigen Sekunden erscheint dann die Bestätigung mittels folgender Rückmeldung:
 
 
 
Nun klickt man im linken MMC-Baum auf "Virtual Volumes" und ruft mit einem Rechtsklick auf dem entsprechenden Laufwerk die "Properties" auf.
 
 
 
Hier sieht man nun, dass das virtuelle Volume kleiner ist, als die maximale Größe. Dieser Wert lässt sich nun entsprechend ändern und mit einem Klick auf OK übernehmen.
 
 
 
Nachdem das Properties-Fenster wieder geschlossen wurde, erscheint das geänderte Laufwerk mit einem roten Symbolicon. Dieses bedeutet, das es Konfigurationsänderungen an diesem Objekt gibt, die noch nicht gespeichert und somit noch nicht übernommen wurden. Damit dieses nun passiert, klickt man wieder auf den Speicherbutton wie oben bereits einmal geschehen.
 
 
 
Jetzt muss das Laufwerk wieder den ESX-Servern zur Verfügung gestellt werden. Also wieder in der linken Baumstruktur auf "Application Servers" klicken und dann wieder auf den Button "Map new virtual Volume". In dem entsprechenden Fenster wählt man nun im oberen Bereich das entsprechende Laufwerk aus und klickt sich wieder durch die einzelnen Controller. Allerdings wird jetzt jeweils der grüne Rechtspfeil angeklickt, damit das Laufwerk wieder präsentiert wird.
 
 
 
Hinweis: Sobald das Laufwerk mehr als einem Controller präsentiert wird, muss man jedesmal im folgenden Fenster bestätigen, dass mehrere Pfade bzw. Server auf das gleiche Laufwerk zugreifen dürfen. Hier also immer mit "Ja" bestätigen:
 
 
 
Wie bereits oben schon, erscheint das Laufwerk wieder in rot. Also muss wieder die Konfiguration mit dem entsprechenden Button gespeichert werden:
 
 
 
Damit ist die Arbeit innerhalb von SANmelody getan. Nun geht es im vCenter weiter. Da das Laufwerk kurzzeitig nicht freigegeben war, muss zunächst auf einem ESX-Server in der Konfiguration unter "Storage Adapter" der Button "Rescan All..." geklickt werden. Hat man ein deutsches vCenter heißt der Button "Alle prüfen...".
 
 
 
Nun sollte unter Storage das Laufwerk wieder auftauchen. Wenn nicht, sollte man erneut auf "Rescan All..." / "Alle prüfen..." klicken. Zeitweise brauchen ESX-Server zwei Anläufe, um alle Laufwerke zu finden.
 
 
 
Natürlich hat das Laufwerk noch die alte Größe, da die VMFS-Partition nicht geändert wurde. Also klickt man nun auf "Properties" bzw. "Eigenschaften" und es öffnet sich das folgende Fenster, in dem man bereits die neue Größe des Laufwerkes angezeigt bekommt. Nun klickt man dann "Increase..." bzw. "Vergrößern...":
 
 
 
Der nun erscheinende Assistent ermöglicht nun, das VMFS-Volume zu vergrößern. Eventuell werden hier mehrere Partitionen angezeigt. Dann ist es wichtig, dass die richtige Partition zum Vergrößern ausgewählt wird. In der Regel sollte nur eine Partition unter "Expandable" ein "Yes" haben. Diese ist dann die richtige und muss vor dem Klick auf "Next" ausgewählt werden:
 
 
 
Im nächsten Fenster werden die bekannten Details zum Datenträger angezeigt und die Info, dass der freie Speicherplatz zum VMFS-Volume hinzugefügt wird. Also klickt man hier wieder auf "Next":
 
 
 
In dem nächten Fenster ist "Maximize capacity" ausgewählt, welches korrekt ist, sofern man halt die komplette Kapazität für das VMFS-Volumen nutzen möchte. Dieses ist also in aller Regel korrekt und man kann wieder auf "Next" klicken:
 
 
 
Abschließend erscheint nun nochmals die Übersicht der gewählten Parameter, und man kann dieses mit "Finish" abschließend bestätigen.
 
 
 
Nun erscheint im Eigenschaftenfenster des Datastores auch die korrekte Größe der primären Partition:
 
 
 
Nachdem nun das Eigenschaftsfenster geschlossen wurde, sollte auf allen ESX-Server die korrekte Anzeige des Laufwerks überprüfen. Unter Umständen muss man auf dem einen oder anderen ESX-Host nochmal unter Konfiguration / Speicheradapter "Alle prüfen..." anklicken. Erst wenn alle ESX-Hosts das Laufwerk korrekt anzeigen kann es wieder problemlos verwendet werden.